Alpenveilchen sind absolut schöne Pflanzen. Sie gehören zu den wenigen farbenfrohen Blumen, die im Winter gezüchtet werden können. So sehen wir ab Ende des Herbstes und vor allem, wenn sich die Feiertage zum Jahresende nähern, eine große Anzahl roter, weißer, rosafarbener und vieler anderer farbenfroher Wildblumen in die Regale von Geschäften und Märkten eindringen.

Bei guter Pflege können jedes Jahr widerstandsfähigere Exemplare gezogen werden. Warum also nicht versuchen, sie anzubauen, damit Sie viel zum Bewundern oder Verschenken haben?

Es gibt mindestens zwanzig verschiedene Alpenveilchenarten, die alle im Mittelmeerraum heimisch sind. Um zu gedeihen, benötigen diese Blumen milde Temperaturen. Von all diesen Arten sind jedoch im Allgemeinen zwei Arten auf dem Markt erhältlich: die widerstandsfähigsten (oft als „winterhart“ bezeichneten), die die Kälte überstehen können, und die empfindlicheren, sogenannten „Perser“, die in Floristen zu finden sind und die haben größere Blüten.

Winterharte Alpenveilchen sind kleiner und können aus Samen oder durch Teilen von Zwiebeln gezogen werden, während persische Alpenveilchen schwieriger zu züchten sind.

Alpenveilchen

Vermehrung durch Samen

Die Samen sollten vor dem Pflanzen 24 Stunden lang in Wasser gehalten werden. Der beste Zeitpunkt dafür, wenn Sie direkt im Freien pflanzen möchten, ist das Frühjahr, wenn die Tagestemperaturen 10-12 Grad erreichen. Die Blüten werden Sie dann im folgenden Frühjahr sehen. Wenn Sie das Wachstum jedoch beschleunigen möchten, können Sie auch im Winter beginnen, um im Frühling Blumen zu bekommen.

Legen Sie die Samen nach 24 Stunden im Wasser in ein Saatbeet oder in kleine flache Töpfe (maximal 5 bis 10 cm Durchmesser), bedecken Sie sie mit zehn Zentimeter Erde und halten Sie die Erde leicht feucht, bis Sie einige Zentimeter hohe Triebe sehen. Anschließend können Sie mit dem regelmäßigen Gießen beginnen, immer dann, wenn die Erde abgetrocknet ist.

Die Vermehrung durch Samen erfolgt langsam, insbesondere bei Persern. Im Allgemeinen muss man ein Jahr und einige Monate warten, bis sich die Pflanzen vollständig entwickelt haben.

Alpenveilchen

Vermehrung durch Teilung der Knollen

Alpenveilchen sind Knollen. Im Boden können Sie eine Wurzel sehen, die einer Kartoffel ähnelt. Sie müssen es vorsichtig aus dem Boden ziehen und darauf achten, die Wurzeln nicht zu beschädigen. Nehmen Sie ein sehr scharfes und perfekt sterilisiertes Messer und teilen Sie es in zwei Hälften, sodass zwei Halbkreise entstehen.

Jede Wurzel wird etwa 5 cm tief in die Erde gesteckt, um vor dem Winter wachsen zu können. In dieser Jahreszeit sollte die Oberfläche dann vorzugsweise durch Mulch geschützt werden.

Auch hier erfahren Sie, ob die Alpenveilchen im Frühling gewachsen sind. Profis bevorzugen die längere Methode der Samenvermehrung.